ZertES und eIDAS erklärt: rechtsgültig elektronisch unterschreiben
Elektronische Signaturen sind in der Schweiz und in der EU klar geregelt — durch das ZertES und die eIDAS-Verordnung. Beide definieren, welche Signaturstufen es gibt und wann welche genügt. Dieser Leitfaden erklärt die Grundlagen allgemein verständlich und zeigt, wie letssign.now sie in der Praxis umsetzt.
Was ist ZertES?
ZertES ist das Schweizer Bundesgesetz über die elektronische Signatur (Bundesgesetz über Zertifizierungsdienste im Bereich der elektronischen Signatur). Es bildet zusammen mit der zugehörigen Verordnung den rechtlichen Rahmen für elektronische Signaturen in der Schweiz.
Das Gesetz legt fest, wie elektronische Signaturen erstellt, geprüft und rechtlich eingeordnet werden. Es definiert insbesondere die anerkannten Signaturstufen und die Anforderungen an akkreditierte Anbieter, die qualifizierte Zertifikate ausstellen. So entsteht ein nachvollziehbarer Standard dafür, wann eine elektronische Unterschrift Beweiskraft hat.
- Schweizer Rechtsgrundlage für elektronische Signaturen
- Definiert die Signaturstufen und die Anerkennung
- Regelt akkreditierte Anbieter für qualifizierte Zertifikate
Was ist eIDAS?
eIDAS steht für «electronic IDentification, Authentication and trust Services» und ist die EU-Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste. Sie gilt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten und schafft einen einheitlichen Rahmen für elektronische Signaturen im Binnenmarkt.
eIDAS und ZertES sind bewusst aufeinander abgestimmt: Beide kennen dieselben drei Signaturstufen und ähnliche Anforderungen. Dadurch wird eine Signatur, die nach dem einen Rahmen gültig erstellt wurde, im jeweils anderen Rechtsraum in der Praxis breit anerkannt. Eine Garantie für jeden Einzelfall ist das nicht — die konkrete Anerkennung hängt vom Vertrag und vom anwendbaren Recht ab —, aber die Stufen sind grundsätzlich kompatibel.
- EU-Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste
- Gilt direkt in allen EU-Mitgliedstaaten
- Auf das Schweizer ZertES abgestimmt — Stufen sind grundsätzlich kompatibel
SES, AES und QES — die drei Stufen
Sowohl ZertES als auch eIDAS unterscheiden drei Signaturstufen, die sich in Beweiskraft und Aufwand unterscheiden.
SES (einfache elektronische Signatur) ist die niedrigste Stufe — etwa ein eingescannter Schriftzug oder ein Klick zur Zustimmung. AES (fortgeschrittene elektronische Signatur) ist eindeutig einer Person zugeordnet, ermöglicht ihre Identifizierung und macht nachträgliche Änderungen am Dokument erkennbar. QES (qualifizierte elektronische Signatur) ist die höchste Stufe: Sie beruht auf einem qualifizierten Zertifikat eines akkreditierten Anbieters und ist in bestimmten Fällen der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt.
In den allermeisten geschäftlichen Fällen genügen SES oder AES vollständig. Eine QES wird nur dort verlangt, wo das Gesetz ausdrücklich Schriftform fordert — etwa bei einzelnen, klar benannten Vertragsarten.
- SES — einfache Signatur, für formfreie Vereinbarungen
- AES — eindeutig zugeordnet, mit Identifizierung und Manipulationsschutz
- QES — höchste Stufe, der Handunterschrift in bestimmten Fällen gleichgestellt
- Für die meisten B2B-Verträge genügen SES oder AES
Wie letssign.now ZertES und eIDAS umsetzt
letssign.now bietet SES und AES an — die beiden Stufen, die in den meisten B2B-Verträgen ausreichen. Eine QES bieten wir bewusst nicht an, da diese ein qualifiziertes Zertifikat eines akkreditierten Anbieters voraussetzt.
Jede Signatur wird mit einem PAdES-Audit-Trail und einem qualifizierten Zeitstempel (TSA) versiegelt. Damit ist nachvollziehbar, wer wann unterschrieben hat, und nachträgliche Änderungen am Dokument werden erkennbar. Jedes signierte Dokument lässt sich jederzeit unter /verify unabhängig prüfen.
letssign.now ist Swiss-made und wird in der Schweiz gehostet — und steht zugleich global zur Verfügung. Mit der Branded-Stufe signieren Ihre Kundinnen und Kunden unter Ihrer eigenen Subdomain.
- SES und AES — keine QES (für die meisten B2B-Verträge ausreichend)
- PAdES-Audit-Trail mit qualifiziertem Zeitstempel (TSA)
- Unabhängig prüfbar unter /verify
- Swiss-made, in der Schweiz gehostet und global verfügbar
Rechtssicher unterschreiben — Swiss-made
Versenden Sie Dokumente zur SES- oder AES-Signatur, versiegelt mit PAdES-Audit-Trail und qualifiziertem Zeitstempel. Jederzeit unabhängig prüfbar unter /verify.
Kostenlos startenHäufige Fragen
Ist eine Signatur von letssign.now rechtsgültig?
Ja. letssign.now erstellt SES- und AES-Signaturen nach den Stufen von ZertES und eIDAS. In den meisten geschäftlichen Fällen sind solche Signaturen voll gültig und beweiskräftig. Ob im Einzelfall eine bestimmte Stufe nötig ist, hängt vom jeweiligen Vertrag und vom anwendbaren Recht ab.
Bietet letssign.now auch QES an?
Nein. letssign.now bietet SES und AES an, nicht jedoch die QES. Eine QES setzt ein qualifiziertes Zertifikat eines akkreditierten Anbieters voraus. Für die allermeisten B2B-Verträge genügen SES oder AES vollständig; eine QES ist nur dort erforderlich, wo das Gesetz ausdrücklich Schriftform verlangt.
Wird eine Schweizer Signatur in der EU anerkannt — und umgekehrt?
ZertES und eIDAS sind aufeinander abgestimmt und kennen dieselben Signaturstufen. Eine im einen Rahmen gültig erstellte Signatur wird im anderen Rechtsraum in der Praxis breit anerkannt. Eine pauschale Garantie für jeden Einzelfall gibt es nicht — die konkrete Anerkennung richtet sich nach Vertrag und anwendbarem Recht.
Wie kann ich eine Signatur überprüfen?
Jedes mit letssign.now signierte Dokument trägt einen PAdES-Audit-Trail und einen qualifizierten Zeitstempel (TSA). Sie können es jederzeit unabhängig unter /verify prüfen — dort wird angezeigt, wer wann unterschrieben hat und ob das Dokument seither unverändert ist.
